BIG WHITE – „Im Büro Zuhause“

 Die weiße Farbe ist auf eine neue Art und Weise in den Dekanat-Räumen wiederzufinden

Konzept

Im Büro Zuhause mit Hauptgestaltungsfarbe “Weiß”

Weiß ist immer modern und ein moderner „weißer Raum“ (Büro-, Arbeits-, oder Wohnraum) sollte einladend wirken, ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält: edel, aber nicht streng, mit klaren Linien, aber nicht steril. Moderne Architektur lebt von Minimalismus. Dazu zählt Maßstab, Proportion und Detail.

Die meisten Büroräume sind mit üblicher Ausstattung gestaltet, zum Beispiel mit Gipsfaserplattendecke, weiß gestrichene Raufasertapeten an den Wänden, Teppich- oder Linoleumböden und Büromobiliar. Die Räume wirken nicht einladend, unpersönlich, sachlich und neutral. Obwohl sachlich und neutral auch positiv in einem weißen modernen Raum erschienen kann, wenn es durch bestimmtes Weiß bzw. Weißnuancen gestaltet wird. Weiß, die hellsten Grautöne und gebrochenes Weiß sind ideal für die Gestaltung eines klaren, übersichtlichen Arbeitsraumes.

Bürowände müssen nicht unbedingt kalt bleiben. Eine Wand kann mit einer gemusterten Tapete dekoriert werden, was den Raum wohnlich macht und Ruhepol für müde Augen schafft. Glatte Fußböden aus Holz oder Stein passen  gut in einen modernen Raum und ein glänzend weißer Boden bringt hingegen eine futuristische Note. Dagegen benötigt ein warmes Ambiente cremeweiße Töne und helles Eichenholzboden. Die bei der modernen Einrichtung Möbel ist meist aus hartem, kantigem Material: Chrom, Acryl und Plastik. Diese Objekte, die klare Linien haben, werden mit weichen Textilien vervollständigt. Die Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle, denn durch die Wiedergabe der Farben kann die Beleuchtung als angenehm oder unangenehm empfunden werden. Für die Innenräume werden warm- oder neutralweiße Lichtfarben eingesetzt, denn kaltweißes Licht könnte für die ungemütliche Raumatmosphäre sorgen.

Die Räume müssen gegliedert und sorgfältig gestaltet werden um einen „weißen Kasteneffekt“ zu vermeiden. Die Kombination vielfältiger Weißnuancen – das Spektrum reicht über hunderte von Abstufungen – mit verschiedenen Materialien und Oberflächenstrukturen, Farbakzenten und Mustern verhindert die Eintönigkeit.

Deshalb ist die weiße Farbe auf eine neue Art und Weise in den Dekanat-Räumen wiederzufinden. Da die weiße Farbe nicht nur gut einsetzbar, sondern durch ihre vielfältigen weißen Farbnuancen auch sehr wandelbar ist,  kann in jedem Raum eine unterschiedliche Atmosphäre inszeniert werden, was sich aber auch von der einfachen Büroausstattung erheblich unterscheidet. Somit kann das Wörtliche „Im Büro zu Hause“ in die Tat umgesetzt werden.

 

„Weiß … ist nicht nur die Abwesenheit von Farbe; es hat etwas Strahlendes und Positives; es ist eine scheinende und verstärkende Farbe, so leidenschaftlich wie Rot, so klar wie Schwarz…“
G. K. Chesterton

 

Lichtplanung

Beschreibung des Objekts

Raumprogramm
Das Dekanat hat insgesamt 80,56 m2 Fläche.
- NE 42 – Besprechungsraum 22,38 m2
- NE 41 – Sekretariat 34,60 m2
- NE 40 – Dekan Büro 22,70 m2

Ort
FH- Dekanat befindet sich auf dem Erdgeschoss an der Georg-Glock-Straße 15, im
Stadtteil Golzheim in Düsseldorf. Die Fenster des Dekanats sind nach Nord-Westen
ausgerichtet.

Beschreibung des Vorhabens

Die verschiedensten Weiß-Nuancen wurden in sechs Farbgruppen gegliedert, die sich durch unterschiedliche Buntund Schwarzanteile voneinander unterscheiden. Die Farbgruppen unterteilen sich in kreidige, gedämpfte, neutrale, cremige, kühle und graue Abstufungen.

Drei Farbgruppen von den Weiß-Nuancen werden zu der Gestaltung des Dekanats eingesetzt.
- Neutrale Farbgruppe in NE 42 – Besprechungsraum
- Cremige Farbgruppe in NE 41 – Sekretariat
- Graue Farbgruppe in NE 40 – Dekan Büro

Die Räume in dem Dekanat mit unterschiedlicher Raumnutzung erfordern unterschiedliche Beleuchtung und Belichtung, damit der gesamte Konzept umgesetzt werden kann.

Tageslicht Beschreibung

Die Fenster sind nach Nord-West ausgerichtet und während der Arbeitszeiten gibt es keine direkte Sonneneinstrahlung. Die Fensterfronten sind groß und ermöglichen die
gleichmäßige Verteilung des Lichtes in den Räumen. Beim trüben Wetter können die Räume denn noch zu dunkel erscheinen bzw. wirken, was auch als unangenehme, trübe
und ungemütliche Arbeitsatmosphäre empfunden werden kann.

Das Dekanat hat insgesamt 15 Fenster mit 33,46 m2 Fläche.
- NE 42 – Besprechungsraum 10,99 m2 (5 Fenster je H x B 1,87 x 1,2)
- NE 41 – Sekretariat 13,23 m2 (6 Fenster je H x B 1,87 x 1,2)
- NE 40 – Dekan Büro 8,76 m2 (4 Fenster je H x B 1,87 x 1,2)

Lichtkonzept: Kunstlicht

Die menschliche Gesundheit wird sehr stark vom Licht beeinflusst und es ist notwendig eine angenehme Lichtsituation in den Räumen zu schaffen. Vor allem in den Räumen, in welchen man sich oft aufhält bzw. arbeitet. Es soll eine wohlige Arbeitsatmosphäre entstehen die verschiedenste Arbeitsschritte unterstützen kann. Deshalb es ist uns wichtig ein gemütliches Ambiente an den Arbeitsplätzen zu schaffen, damit jeder sich sorglos und unbehaglich wie zuhause sich fühlen kann.
Die Lichtqualität in diesen Räumen soll den verschiedenen Anforderungen sowohl zur Tages- als auch zur Nachtzeit gerecht werden und eine angenehme Lichtstimmung zu schaffen, damit es je nach Bedarf eingesetzt werden kann. Der Einsatz vom direkten und indirekten Licht soll es ermöglichen, unterstützt durch eine Dimmfunktion bei den eingebauten Einbaustrahlern in den abgehängten Decken und durch die eingelassenen Leuchtstoffröhren an den Deckenseiten.

Folgendes möchte ich optimieren:
- fehlendes Tageslicht künstlich erzeugen
- die Schreibtische sollen über eine zusätzliche Beleuchtung verfügen
- Licht je nach Wetter und Stimmung dimmbar/einstellbar
- für die Reinigung eine separate Beleuchtung vorhanden

In den Räumen sind die Decken abgehängt und darin befinden sich die Einbaustrahler und Leuchtstoffröhren. Die Leuchtstoffröhren sind seitlich eingelassen worden, sodass sie indirektes Licht zur Seite ausstrahlen können. Diese Lichtfugen sollen beruhigende Atmosphäre den Räumlichkeiten verleihen durch warmweiß ausgestrahltes Licht. Die Einbaustrahler und Leuchtstoffröhren sind separat bedienbar.