Sinnvoll saniert = gewinnbringend investiert

“Modernisierung zum Passivhaus eines Mehrfamilienhauses in Rösrath”

Gebäudedaten

>> Gebäudetyp Mehrfamilienhaus
>> Standort Rösrath
>> Arcitekht Bernhard Prisack
>> Baujahr 1996
>> Wohneinheiten 4
>> Beheizte Wohnfläche 295,5 m²
>> Anzahl der Nutzer 11
>> Geschossigkeit 2

Das freistehende Mehrfamilienhaus in Rösrath wurde in den 90er Jahre als typisches Gebäude seiner Zeit errichtet: ein Massivbau mit Pfettendach und kleinen Fenstern. Seit 16 Jahren wurden keine Änderungen an dem Gebäude vorgenommen. Die Fassade wurde einmal gestrichen. Das Dach, die Außenwände sind ungedämmt, die einfache Verglasung ist unter heutigen Standards, genau wie die alte Gasheizung – ein sparsamer Umgang mit Energie ist unmöglich.

Das Ziel der Modernisierung sind komfortable, den heutigen Standards entsprechende Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus. Zur Reduzierung des Energiebedarfs wird zukunftsweisend mit Passivhaus-Komponenten modernisiert: Alle Außenbauteile sollen eine sehr gute Dämmung erhalten und die alten Fenster sollen durch neu lackierte Holzfenster mit 3-Scheiben-Warmeschutzverglasung ersetzt werden, die optimal wärmebrückenfrei in der Wandkonstruktion sitzen.

Ausgangszustand:

AUSSENWAND
36,5 cm verputztes Kalksandsteinmauerwerk,U-Wert ≈ 1,8 W/(m²K)

FENSTER
Kunststofffenster,weiß mit zweifach Isolierverglasung,U-Wert ≈ 3,05 W/(m²K)

KONSTRUKTION
Massivbauweise, verputztes Mauerwerk

OBERSTE GESCHOSSDECKE
ungedämmte Holzbalkendecke, U-Wert ≈ 0,7 W/(m²K)

KELLERDECKE
ungedämmte Ortbetondecke,Dicke 18 cm, U-Wert = 0,8 W/(m²K)

DACH
zweifachstehendes Pfettendach mit Kehlbalken, U = 0,2 W/m²K)
Pfosten dienen der Unterstützung des zweifachstehendes Dachstuhls,
auf denen die Mittelpfetten aufliegen PVC 225 g/m²
Dachplatten 30/50 mm Dachschräge, U = 0,37 ( W/m²K)

LÜFTUNG
Fensterlüftung

HEIZUNG
15 Jahre alte Gasheizung (alte Heizungsanlage mit Gaskessel zur Raumheizung und Elektro-Durchlauferhitzern zur Warmwasserbereitung)

KELLER
außerhalb der thermischen Hülle

Gerechnete Kennwerte (nach Passivhaus-Projektierungspaket)
Heizwärmebedarf 181 kWh/(m²a)
Primärenergiebedarf 447,2 kWh/(m²a) (inkl. gesamter Strombedarf)

Modernisierung:

AUSSENWAND
Bestand: massives Mauerwerk mit 40 cm Wärmedämmverbundsystem aus
Polystyrol-Hartschaum, Qualität 0,032 W/(m²K), U-Wert = 0,2 W/(m²K)

FENSTER
neue Holzfenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung, U-Wert = 0,8 W/(m²K)

DACH
40 cm Mineralfaser-Dämmung, U-Wert = 0,1 W/(m²K)

KELLERDECKE
10 cm Blähperlite-Schuttdämmung auf der Betondecke, darauf Trockenestrich,
U-Wert = 0,26 W/(m²K)

LÜFTUNG
zentrale Komfortlüftungsanlage mit Wärmeruckgewinnung

HEIZUNG
neuer zentraler 650-l-Pufferspeicher mit integriertem Gas-Brenner (Brennwerttechnik), kombiniert mit Flachkollektoren zur teilsolaren Raumheizungsunterstutzung und Warmwasserbereitung

Gerechnete Kennwerte (nach Passivhaus-Projektierungspaket)
Heizwärmebedarf 27 kWh/(m²a)
Primärenergiebedarf 116,9 kWh/(m²a) (inkl. gesamter Strombedarf)

Durchschnittsheizbedarf nach der Jahresabrechnungen von 2009 bis 2011
(67.069,00 kWh/J + 69.870,00 kWh/J + 71.090,00 kWh/J) / 3 Jahr = 69.343,00 kWh/J
69.343,00 kWh/J : 295,50 m² = 234,66 kWh/(m²a)

Fazit:

Es lohnt sich in diesem Fall das Mehrfamilienhaus zum Passivhaus zu modernisieren, da nach folgenden Berechnungen kann es bis zu 88,5 % Ersparnis an Heizwärmeenergie haben.

Jetzt >> 234,66 kWh/(m²a)
Wäre >> 27 kWh/(m²a)
Einsparung >> 88,5%

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